Deutsche Welle: Tarifabschluss bringt 6,2 Prozent mehr

Nach mehrstündigen Tarifverhandlungen am heutigen Mittwoch haben sich der Deutsche Journalisten-Verband, ver.di und die Geschäftsleitung der Deutschen Welle auf Einkommenserhöhungen der Beschäftigten von insgesamt 6,2 Prozent bis Ende 2022 geeinigt. Für 2020 werden Gehälter und Honorare der Journalistinnen und Journalisten um 2,1 Prozent angehoben. Weitere 2,1 Prozent werden für das kommende Jahr fällig. Das dritte Laufzeitjahr des Tarifvertrags sieht nochmals 2,0 Prozent vor. Für das letzte Jahr hat sich die Deutsche Welle allerdings ein Sonderkündigungsrecht vorbehalten. „Mit diesem Ergebnis bewegen wir uns sehr nah an dem Eckpunktepapier vom Februar“, sagt DJV- Verhandlungsführerin Hanna Möllers. „Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Warnstreiks beteiligt haben, ohne die wir dieses Ergebnis sicher nicht erreicht hätten.“

 

Das Tarifergebnis, so Möllers, verhindere eine Abkopplung der DW- Beschäftigten von der allgemeinen Einkommensentwicklung in Deutschland: „Das war ein wichtiges Ziel.“ Die Journalisten der Deutschen Welle machten gerade in Corona-Zeiten einen Spitzenjob. Das erfordere Anerkennung.

 

 

Die Erklärungsfrist für den heutigen Abschluss läuft am 16. November aus. Der DJV-Gesamtvorstand als große Tarifkommission muss dem Ergebnis noch zustimmen.