Stellenabbau bei der Badischen Zeitung

"Die Zeit des Füllhorns endet" - offenbar auch bei der BZ.
"Die Zeit des Füllhorns endet" - offenbar auch bei der BZ.

Es war eine Nachricht, die manche Kolleg*innen bei der Badischen Zeitung vom Zeitpunkt her und im Stil kalt erwischt hat: Kurz vor Weihnachten flatterten bei Redakteurinnen und Reportern der BZ ein Schreiben ins Haus, in dem eine Vorruhestandsregelung vorgeschlagen wird. Offenbar will der Badische Verlag bis zu 24 Stellen einsparen, und zwar vor allem in den Redaktionen selbst. Wie stark Mantel und Lokalteile betroffen sein werden, ist noch nicht ganz klar. Ebenso wenig wurde deutlich, was für Regelungen der Verlag sich vorstellt.  

 

Deshalb hat sich der DJV Baden-Württemberg in einem kritischen Schreiben an Geschäftsleitung und Chefredaktion gewandt. Wir wollen wissen: 

  • Geht es tatsächlich um 24 Vollzeitstellen in der Redaktion, die wegfallen sollen?
  • Auf welche Weise ist dieser Personalabbau genau geplant, und welche Regelungen werden getroffen, um eventuelle Härten für Beschäftigte aufzufangen?
  • Welches Einsparpotenzial erhofft man sich von dem geplanten Stellenabbau, und welche anderen Möglichkeiten für Einsparungen wurden zuvor erwogen?
  • Warum hat es vor der Betriebsversammlung keine frühzeitige Einbindung der Belegschaft gegeben, wie bei früheren Einschnitten?
  • Welcher Zeitplan ist vorgesehen? 

"Wir erhoffen uns Klarheit über die Bedingungen, unter denen hier gespart werden soll, und darüber, was das für die Beschäftigten bedeutet," sagt der DJV-Landesvorsitzende Markus Pfalzgraf. Er hofft, bald mit dem Verlag ins Gespräch zu kommen: "Wir sind besorgt und fragen uns, wie sich die Einschnitte auf die schon längst zusammengeschrumpfte Lokalberichterstattung auswirken werden." Der DJV wird die Entwicklung genau verfolgen. 

 

In jedem Fall können sich Betroffene beim DJV melden, wenn sie Beratungsbedarf haben oder weitere Informationen brauchen. Ab dem 8.1. ist unsere Geschäftsstelle in Stuttgart wieder erreichbar.