Fachausschuss Rundfunk


Über uns

Der FA Rundfunk kümmert sich um die Kolleginnen und Kollegen im SWR in Stuttgart, Baden-Baden und den Außenstudios, in Zusammenarbeit mit den DJV-KollegInnen in Mainz. Er führt und koordiniert zusammen mit ver.di die Tarifverhandlungen für den gesamten SWR.


Zur aktuellen Situation im Südwestrundfunk

Der SWR hat seine große Umstrukturierung vorerst abgeschlossen; wir – d. h. Fachausschuss, Gewerkschaften und Personalräte – beobachten jetzt die Auswirkungen.
 
Was bisher geschah:
Die Progammdirektionen Hörfunk und Fernsehen wurden abgeschafft und durch die Direktionen Information und Kultur ersetzt. Die Direktion TuP (Technik und Produktion) bleibt bestehen, ebenso die Landessenderdirektionen (LSD) in Stuttgart und Mainz.

In allen Direktionen wurden die Hauptabteilungen und Abteilungen neu gemischt und zugeordnet. Durch die Aufhebung der Trennung zwischen HF und FS soll der neuen Multimedialität Rechnung getragen werden. In der TuP wurde vor allem versucht, Parallelstrukturen an den drei Standorten aufzuheben.
 
In den LSD wurden die beiden HF-Wellen SWR1 und SWR4 zu einer Radio-Hauptabteilung zusammengelegt. Neu geschaffen wurden eine HA Land und Leute und eine HA Multimediale Information, darin eine neue Abteilung Nachrichten. Hier sind jetzt die drei Nachrichtenredaktionen HF, FS, Online vereint. Die HF-Nachrichten müssen jetzt aus den Wellen herausgelöst werden und trotzdem mit ihnen verknüpft bleiben; ein Großteil der KollegInnen arbeitet für beide Bereiche.
 
Auswirkungen:
Das Zusammenlegen der Redaktionen führte in manchen Fachredaktionen zu erheblichen Spannungen. Grundsätzlich soll jede/r alle Ausspielwege bedienen können, wobei die Praxis noch anders aussieht. Vor allem in den Nachrichten wurde in den letzten zwanzig Jahren vor allem in BW eine weitgehende Trennung praktiziert; die zunächst so genannte Trimedialität gab es fast nur auf dem Papier.
 
Wir beobachten in den Redaktionen und den Außenstudios eine ständige Arbeitsverdichtung. Dabei finden es manche, vor allem jüngere KollegInnen okay, neben ihrem HF- oder FS-Beitrag noch schnell was für Online zu machen; andere sagen, es fehlt ihnen dadurch die Möglichkeit, gründlich zu arbeiten.
 
Gleichzeitig fällt immer mehr personelle Unterstützung weg, Stichwort VJ und EPT im FS; in den HF-Nachrichten in Stuttgart gab es z. B. früher eigene Techniker und Sekretärinnen, der klägliche Rest dieses „Luxus“ wird in den nächsten Wochen endgültig gestrichen.

Anke Vetter
26.02.2018