Regionalgruppe Stuttgart

Die Regionalgruppe umfasst die Stadt Stuttgart und die Landkreise Böblingen und Calw. Auf der Mitgliederversammlung am 07.04.2022 wurde folgender Regionalvorstand gewählt: 


Regionalvorsitzende:
Christine Bilger

Email

1. stv. Regionalvorsitzende:
Christina Erdkönig

Email

 2.  stv. Regionalvorsitzende:
 Ayse Derre

 Email



Nachrichten aus der Regionalgruppe


Huch, eine Regionalgruppe? 

Bericht zur Jahreshauptversammlung am 08. April 2022 von Christine Bilger

 

In Corona-Zeiten sind die Treffen selten gewesen, und so hat es manch eine und einen gewundert, dass der Vorstand nicht, wie gewohnt, zur Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Stuttgart eingeladen hat. Denn inzwischen ist aus diesem zusammen mit dem Nachbarkreisverband die Regionalgruppe Stuttgart-Böblingen geworden. Damit alle auf dem Stand sind, erläuterte der Landesvorsitzende Markus Pfalzgraf bei der Sitzung am Donnerstag, 8. April, das Vorgehen für alle: Um die Strukturen effizienter zu gestalten, sind einige Kreisverbände zu neuen Regionalgruppen fusioniert. Sie finden sich inzwischen auch unter den neuen Namen auf der Homepage.

 

Der Zusammenschluss spiegelt sich auch im neuen Regionalvorstand wider. Der Landesvorsitzende Markus Pfalzgraf, der seit vier Jahren auch Mitglied dieses Gremiums war, verzichtete auf eine weitere Kandidatur. Es traten an: Christine Bilger, Christina Erdkönig, Monowara Begum Moni und Ayse Derre. Erste Vorsitzende ist wieder Christine Bilger geworden. Sie ist Redakteurin in der Gemeinschaftsredaktion der Stuttgarter Zeitung und Nachrichten und Stuttgarterin – privat wie beruflich. Auch die erste Stellvertretende Vorsitzende Christina Erdkönig arbeitet in Stuttgart als Redakteurin in der multimedialen Nachrichtenredaktion SWR Aktuell Baden-Württemberg, lebt aber im Landkreis Böblingen. Ayse Derre war seinerzeit ebenfalls vom Wohnsitz in Böblingen aus dem Kreisverband Stuttgart beigetreten. Sie arbeitet als Redakteurin beim Staatsanzeiger Baden-Württemberg, der in Stuttgart produziert wird, und wurde wieder als zweite Stellvertretende Vorsitzende gewählt. Das Frauenteam an der Spitze der Regionalgruppe will demnächst Ideen sammeln, um bald wieder Veranstaltungen – wenn möglich in Präsenz! – anbieten zu können.

 

Der Rückblick auf die Coronajahre fiel mangels Veranstaltungen dürr aus. Einzig zur Jahreshauptversammlung im Herbst 2021 hatten wir uns getroffen – im kleinen aber feinen Rahmen einer Galerie, wo Markus Pfalzgraf und sein Partner eine Fotoausstellung präsentierten. Ansonsten konnten Markus Pfalzgraf und Christine Bilger vom nach wie vor wichtigen Thema „Polizei und Medien“ berichten: Zum Schutz der Berichterstattenden bei Demos hatte man gut zusammengearbeitet. Aber auch Kritik ist wichtig: Markus Pfalzgraf berichtete, dass ein kleiner Erfolg gelungen sei. Im Innenministerium wird ein neuer Name für ein Werk gesucht, das „Pressekodex“ der Polizei heißt. Das hatte der DJV kritisiert. Maria Ebert berichtete, dass sonst der Presserat eine Klage gegen den Namen erwäge, wegen der Verwechslungsgefahr mit dem journalistischen Pressekodex.

 

Aus dem SWR berichtete Anke Vetter (Fachausschuss Rundfunk) vom neuen Tarifvertrag Homeoffice bei dem Sender. Er greife seit dem 1. April. Nun stelle sich der Personalrat auf die bald beginnenden Vergütungstarifverhandlungen ein, die hart werden würden, so Vetter.

Ein sehr wichtiger Medienbereich im Land sind die Zeitschriften, aus diesem Bericht berichtete Maria Ebert. Im Zuge der Verlängerung des Tarifvertrages erhielten die Beschäftigten eine Einmalzahlung. Außerdem berichtete Maria Ebert, was aus dem VDZ geworden ist: Der Medienverband der Neuen Presse. Nach der Umstrukturierung seien dort nun die Ansprechpersonen klar.

 

Unser Ehrenmitglied, die ehemalige Landesvorsitzende Dagmar Lange, berichtete von der konstituierenden Sitzung des Medienrates der Landesanstalt für Kommunikation (LfK). Wolfgang Epp sei dort als Vorsitzender wiedergewählt worden. *

 

Die Regionalgruppe hatte neben viel Gesprächsbedarf auch noch viel zu wählen und Vorschläge zu machen: Im Sommer steht der Gewerkschaftstag in Karlsruhe an. Für dort wurden Delegierte gesucht, eine Liste mit 11 Delegierten und drei Ersatzdelegierten bekamen wir voll. So werden wir in Karlsruhe gut vertreten sein. Markus Pfalzgraf und Christine Bilger kündigten an, dort wieder für den Landesvorstand kandidieren zu wollen, Markus erneut als Landesvorsitzender.


Treffen in der Galerie - Mitgliederversammlung 2021 

 

In ungewöhnlichen Zeiten treffen wir uns an ungewöhnlichen Orten: Der Stuttgarter Kreisverband hat sich zur Jahreshauptversammlung in der Galerie neben einer Szene-Bar im Bohnenviertel getroffen. Und wir können das erklären: Nicht nur, weil wir dort unsere Coronavorsichtsmaßnahmen so, wie wir uns wohlfühlen, umsetzen konnten, haben wir uns für diesen Treffpunkt entschieden. Sondern auch, weil wir so unseren Stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Landesvorsitzenden mal von einer anderen Seite kennenlernen durften: In der Galerie neben Tom’s Bar zeigte er im Spätherbst die Ausstellung #mitohnemenschen, die er gemeinsam mit seinem Partner Alwin Albert zusammengestellt hatte. Die beiden spielen in ihrer Freizeit nicht nur Fußball, sie machen auch leidenschaftlich gerne Fotos für ihre Instagramkanäle @darkus.markus und @boles.lav von menschenleeren Orten, Strukturen in Städten, die sie bereisen und lieben, lost Places, alles ohne Personen darin – daher #mitohnemenschen.

 

Aber natürlich waren wir nicht plötzlich ein Kulturkreis, sondern immer noch eine Journalistengewerkschaft. Deswegen stand der Austausch im Vordergrund, und dafür war die Mischung auch hervorragend: Kolleg*innen aus dem SWR, freie Journalist*innen, Redakteur*innen aus dem Pressehaus und PR-Expert*innen kamen zusammen. Ein Thema, dass trotz unterschiedlicher Tätigkeitsbereiche alle beschäftigt, ist im 2. Pandemiejahr die Coronalage gewesen. Dass diese in erster Linie Freie hart traf, kam ebenso zur Sprache, wie persönliche Erlebnisberichte aus dem Home Office.

 

Das inhaltlich bestimmende Thema in der Arbeit des Kreis- wie auch des Landesverbandes war nicht nur wegen der Personalunion in den Vorständen mit Markus Pfalzgraf und Christine Bilger die Arbeit für Kolleg*innen, die rund um Corona-Demos der sogenannten Querdenker mit Behinderungen bei der Arbeit und auch mit Angriffen zu tun hatten. Die Ereignisse fanden einen traurigen Höhepunkt mit der Demo am Karsamstag auf dem Cannstatter Wasen. Mehrere Kolleg*innen aus dem Kreisverband, aus dem Land und aus anderen Bundeländern wandten sich danach an uns. Sie fühlten sich auch von der Polizei alleingelassen. Christine Bilger, Markus Pfalzgraf und unser Geschäftsführer und Justiziar Gregor Schwarz führten nach der Demo mehrere Gespräche. Vertreter des Polizeipräsidiums Stuttgart, die Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz sowie verantwortliche Beamte in der Aus- und Weiterbildung der Polizei im Land waren dabei unsere Ansprechpartnerinnen.

 

Was wir dabei erfuhren und erreichten: Die Stuttgarter Polizei hatte schon bei der Karsamstagsdemo auf dem Wasen extra Ansprechpartner*innen für Journalist*innen im Einsatz, die Begleitung wünschten. Die Landespolizeipräsidentin und die Vertreter der Hochschulen wollen den DJV einbinden in die Ausbildung, um mehr Verständnis für die Arbeitsweise und Bedürfnisse der Berichterstattenden zu schaffen. Außerdem bietet die Stuttgarter Polizei bei Demos, bei denen eine feindselige Einstellung der Teilnehmenden gegenüber den Medien zu befürchten ist, sogenannte Media Safety Points (MSP) und eine extra geschaltete Notrufnummer an.

 

Auch wenn die Polizei uns in einigen Punkten Unterstützung zugesagt hat, so sind damit noch nicht alle Probleme in der Zusammenarbeit ausgeräumt. Ein Mitglied regte an, noch mehr Druck in Sachen des sogenannten Pressekodex der Polizei auszuüben. Dieses Regelwerk mit dem irreführenden Namen legt natürlich keine Regeln für die Presse fest, sondern für die Polizei. Vor allem durch eine fühlen sich Kolleg*innen in ihrer Arbeit eingeschränkt: Laut dem im Frühjahr aus dem Innenministerium vorgelegten Papier soll es nicht mehr möglich sein, Polizeibeamt*innen bei ihrer Streifentätigkeit zu begleiten. Im Kodex hebt das IM zwar vor allem auf „Reality“-Formate ab. Der Beschwerde führende Kollege hat aber auch Absagen für normale Reportageformate erhalten.

 

Markus Pfalzgraf hat sich daher nach der Sitzung erneut in einem deutlichen Schreiben an das Innenministerium gewandt mit der eindringlichen Bitte, diese Einschränkung unserer Arbeit zu überdenken und zu ändern. Auch meldete er in dem Schreiben die Bedenken aus unseren Reihen, dass der Name Pressekodex irreführend sei – zumal unsere Branche ja bereits einen solchen hat. Eine Antwort steht noch aus, wir bleiben dran!


Der Stuttgarter Kreisverband hat einen neuen Vorstand - Mitgliederversammlung 2020 

 

Aber wir können uns Euch jetzt gerade leider noch nicht zeigen. Denn im Coronajahr ist alles anders!

 

Wir Stuttgarter*innen im DJV haben uns aus Sicherheitsgründen im Freien getroffen und im ZDF-Garten getagt, den Ihr vom Sommerfest kennt. Als alle Wahlen und Nominierungen durch waren, war es dann dunkel.... Auch das ist eine der Erinnerungen aus diesem ganz anderen Sommer, die uns bleiben werden.

 

Wir, das sind Christine Bilger, Markus Pfalzgraf und Ayse Derre. Christine (48 Jahre, Stuttgarter Zeitung/Nachrichten) und Markus (36 Jahre, SWR) kennt Ihr vielleicht schon: Beide haben auch bislang dem Kreisvorstand angehört, Christine als Vorsitzende und Markus als Stellvertreter. In diese Ämter habt Ihr uns auch jetzt wieder gewählt. Die zweite Stellvertreterin ist neu dabei. Ayse Derre (35 Jahre, Staatsanzeiger Baden-Württemberg). Ayse ist seit Jahresbeginn im DJV. Wir begrüßen sie herzlich an Bord, sind begeistert, dass sich ein Neumitglied gleich engagieren will, und wir freuen uns alle drei auf die Zusammenarbeit! Gleichzeitig bedanken wir uns herzlich bei den bisherigen Vorstandsmitgliedern Beate Kocher-Benzing und Jürgen Barth, sowie bei allen Kolleg*innen, die bereit waren, mit uns Verantwortung zu übernehmen - ob als Kandidat*innen für eines der Ehrenämter oder einen Platz auf den Delegiertenlisten.

 

Wir wissen, dass alles Zeit und Kraft und Energie kostet und freuen uns, dass so viele von Euch das für den DJV aufbringen wollen. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

 

Christine Bilger, Markus Pfalzgraf, Ayse Derre